"Retterin der weißen Rasse" - Rechtsextreme Frauen zwischen Straßenkampf und Mutterrolle Print E-mail
Tuesday, 16 January 2007 10:28

Vortrag mit Andrea Röpke

Donnerstag, 15. Februar 2007 * 19:30 Uhr
Jugendzentrum Mühle *  An der Neustadtmühle 3 * Braunschweig

Andrea Röpke (Politologin und freie Journalistin) berichtet über aktuelle Entwicklungen, Neonazi-Anführerinnen aus der Region sowie über rechtsextreme Frauengruppen innerhalb und außerhalb der NPD.

Sie stellen die zweite Front der Neonazis: rechtsextreme Frauen und Mädchen. Sie sind ebenso ausländerfeindlich und fanatisch wie die Männer - agieren allerdings zurückhaltender in der Öffentlichkeit. Ihr Anteil in der rechtsextremen Szene steigt stetig. Das Selbstbewusstsein rechtsextremer Aktivistinnen wächst. Sie sehen sich als Straßenkämpferin, Gefährtin oder in der traditionellen deutschen Mutterrolle.
Rechtsextreme Frauen prägen die Szene mit, obwohl diese von den männlichen Kameraden dominiert wird. Sobald sich Mädchen und junge Frauen neonazistischen Kameradschaften oder der NPD nähern, beginnt ihre planmäßige Integration durch Neonazi-Kader. Ihre Anwesenheit soll in den Gruppenstrukturen für Stabilität sorgen. Trotz angestrebter „Gleichstellung“ der Frauen und Mädchen gibt es keine wirkliche Gleichberechtigung. Sexismus, Gewalt und Unterdrückung gehören zum Alltag. Junge Mädchen werden auf ihre Rolle als Bewahrerin der „weißen Rasse“ getrimmt.

Veranstalterinnen: FrauenLesbenGruppe Zami, Frauenbibliothek der TU Braunschweig, AG Antisexismus